Kalabrien Italian Spicy Week

Es wird heiß bis zum 8. Februar in Berlin. Jedenfalls kulinarisch. Die Italian Spicy Week mit besonderem Fokus auf kalabrische Produkte findet erstmals vom 28. Januar bis zum 8. Februar in Berlin statt. In 31 der besten italienischen Restaurants gibt es das Angebot mit einem scharfen Gericht, dazu einen Arrabbiato Spritz und einen Amaro del Capo als Digestif für nur 18 Euro.

Traditionelle & innovative Rezepte

Die Italian Spicy Week Focus Calabria ist eine Hommage an die regionale Diversität der italienischen Küche. Seit kurzem ist diese offiziell zum immateriellen UNESCO-Kulturwelterbe ernannt worden – und das mit Recht! Lakritze, Bergamotte, Chili und die einzigartigen, riesigen und süß schmeckenden Tropea Zwiebeln – das sind nur einige der Zutaten, die die Kalabrische Küche ausmachen. Die verschiedenen Gastronomen haben sich, Kalabrische Wurzeln hin oder her, von diesen für die Region typischen Produkten inspirieren lassen und ganz besondere Gerichte kreiert.
Würzige Kichererbsensuppe mit Paprikapulver aus getrockneter Crusco-Schote von der Trattoria a‘ Muntagnola, bronzegezogene Cannolicchi-Pasta mit Tomatenhonig, ‘Nduja, Burrata und karamellisierter Tropea-Zwiebel von Centomolliche oder Tagliolini mit scharfer kalabrischer Sardelle, Stracciatella, Bergamottenzeste und Chili-Semmelbrösel von Modì Salumeria & Bistrot – das sind nur drei der verführerischen Gerichte, die während der Italian Spicy Week – Focus Calabria auf den Tisch kommen.

Die Pizza Poet Poem – ein Gedicht aus gegrillten Auberginen, getrockneten Tomaten, frischer Minze mit einer Walnuss-Granatapelsauce und Kurkuma. (Storia-Pizza al Taglio, Elisabeth-Schwarzhaupt-Pl. 5), Foto:Berlin Italian Communication

Das, was scharf macht: Peperoncino

Im 17. Jahrhundert begann die Chilischote, vor allem in Süditalien, in den Küchen des einfachen Volkes populär zu werden: Sie verlieh den Speisen Geschmack und diente der Konservierung von Lebensmitteln. Der Peperoncino (italienisch für Chilischote) galt als „Gewürz der Armen“, da er vor allem von der ländlichen Bevölkerung eingesetzt wurde. Die feine Gesellschaft mied ihn zunächst aufgrund seiner Schärfe. Erst im 20. Jahrhundert, insbesondere mit der Entwicklung der modernen Küche, fand der Peperoncino auch in den gehobenen gastronomischen Kreisen seinen Platz, etwa bei einem futuristischen Abendessen, das 1913 von dem italienischen Dichter, Schriftsteller und Filippo Tommaso Marinetti organisiert wurde.

Heutzutage ist der Peperoncino in vielen mediterranen Ländern, besonders in Süditalien und Kalabrien, unverzichtbar. In Europa ist er besonders in Ungarn und Spanien beliebt, während er in Italien und Griechenland vor allem in den südlichen Regionen und in der Region Mazedonien verbreitet ist. Der Peperoncino hat sich zu einem kulinarischen Symbol entwickelt, das nicht nur für Schärfe steht, sondern auch für Widerstandsfähigkeit, Tradition und die kulturelle Identität vieler Völker.

Weitere Informationen: Italian Spicy Week

Artikelfoto: Frische Orecchiette mit kalabrischer ’Nduja, Rübengrüncreme, Sardellen und Tarallo-Crumble: gib’s bei Cargo Gastronomia (Samariterstr. 37), Foto:Berlin Italian Communication