Eigentlich kann man sich kein anderes Kreuzfahrtschiff für diese Seereise „Perlen am Baltischen Meer mit Starkoch Johann Lafer“ vorstellen. Die Vasco da Gama (nicko cruises), ein klassisches Kreuzfahrtschiff, eine modernisierte „alte Dame“, wie sie von Passagieren und der Crew liebevoll genannt wird, bietet alles, was man sich wünscht. Bei maximal 1000 Passagieren bleibt Raum für Individualität, die großzügigen, allgemeinen Räumlichkeiten bieten Platz zum Verweilen, die Theater- und Show Bühne, Hollywood´s Show Lounge, präsentieren ausgesprochen vielseitige Programme, mal still oder auch rhythmischer, und in den Bars und Restaurants findet sich für jeden Geschmack das Richtige.
Rückzugsorte außerhalb der Kabinen nach Ausflügen in den Hafenstädten und für die, die umfasswend die Faszination des Schiffes genießen wollen, gibt es also in einer großen Auswahl. Für die Passagiere steht eine wahre Kollektion an Auswahlmöglichkeiten auf jedem Kreuzfahrt-Tagesprogramm – ob Fiteness- oder Beautyangebote, Quiz- und Spielprogramme, Talksshows und Lesungen, Tanz- und Showprogramme.




Die vier Restaurants der Vasco da Gama servieren sowohl Fisch als auch Fleisch sowie weitere Spezialitäten, die auf dieser Reise von Ideen des Starkochs Johann Lafer inspierert wurden.


Perlen der Ostsee
Rundum Vorzüge, mit diesem Schiffes und seiner persönlichen Atmosphäre die Perlen der Ostsee zu erkunden. Neben den größeren Städten Danzig und Kopenhagen, ankerte die Vasco da Gama auf dieser Herbstreise in den kleineren Häfen Ystad (Schweden), Klaipeda (Litauen) und Visby (Gotland). Reizvolle Orte, die sicher auch in der Saison nicht trubelig oder überlaufen sind, so dass man ihren ganz besonderen Charme auch dann entdecken kann. Als buchbaren Service bietet nicko cruises ein vielseitiges Ausflugsprogramm an Land, in die Hafenstädte sowohl auch in deren nähere Umgebung.Trotz der langen Liegezeiten in den Häfen, ist es bei den interessanten Programmmöglichkeiten schade, dass man nicht alle Touren buchen kann. Stadtrundgänge, Rundfahrten auch in nahegelegne Orte oder E- Bike Touren sind vom Besucherservice von nicko cruises vorbereitet, ebenso spezielle, thematische Touren. Auf der Kreuzfahrt „Perlen am Baltischen Meer mit Starkoch Johann Lafer“ standen auf dem Ausflugsprogramm thematische Ausflüge wie z.B. in Danzig „Besuch der Marienburg“, „Auf den Spuren von Kommissar Wallander“ auf Ystad, in Klaipeda „Wanderungen durch die Dünen der Kurischen Nehrung“ oder auf Gotland der „Auf den Spuren von Pipi Langstrumpf“ und Kopenhagen „Die schönsten Schlösser Dänemarks“.
Klaipeda – ein Ort mit preußischer Geschichte
Wir nehmen Sie beispielhaft mit zu zwei Kleinoden der Ostsee, nach Klaipeda (Lettland) und der Kurischen Nehrung, die uns total faszinierten. Es sind stille Orte, die (bisher) noch vom Massentourismus verschont blieben.

Wagnerfreunde wissen, dass sich Richard Wagner in Memel aufhielt ebenso wie u.a. Heinrich Schliemann (Archäologe), Georg Sauerwein (Publizist und Humanist), die Schwestern Sinnhuber (Malerinnen). Klaipeda hieß bis 1920 Memel und hat bei Familien mit ostpreußischer Vergangenheit immer noch eine Bedeutung. Zentral in der Altstadt steht auf dem Theaterplatz der berühmte Simon-Dach-Brunnen mit einer Statue von Ännchen von Tharau. Das Liebeslied „Ännchen von Tharau“ aus dem 17. Jahrhundert, von Johann Gottfried Herder ins Hochdeutsche übertragen, gehört danach als Volkslied zum ostpreußischen Kulturgut. „Viele Besucher singen oft das alte Lied vor dem Denkmal,“ sagte unsere Stadtführerin. Bis nach dem Ersten Weltkrieg gehörte jahrhundertlang Memel zu Preußen und Ostpreußen. Für Details empfiehlt sich der Besuch des History Museum of Lithuania Minor in Klaipeda.

Die Vielzahl von Fachwerkhäusern, neu restauriert, zeugen von der preußischen Vergangenheit. Die eigentlichen Anfänge von Klaipeda beginnen schon im 13. Jahrhundert mit der Errichtung der Memelburg an dem Fluss Dane. Die Burganlage ist heute zum Teil rekonstruiert. Besucher können im dortigen Schlossmuseum mittels moderner Präsentationen die Geschichte der Stadt verfolgen, die von Kriegen, Handel und stetiger Veränderung gekennzeichnet ist.




Da der Fluss Dane in Klaipeda in die Ostsee mündet, entwickelte sich das einstige Fischerdorf zum heute wichtigsten Hafen Litauens. Entlang der Dane lässt es sich gut bummeln, entlang an Speicherhäusern aus Backstein, vorbei an Cafés mit himmlischen Kuchensorten sowie modernen Restaurants. Offensichtlich beim Bummeln sind die Skulpturen, die z.T. gleich auffallen, wie der „Schwarze Geist“ an der Brücke unweit vom Schlossmuseum oder andere, die erst etwas gesucht werden müssen, wer dann Lust hat. Da gibt es verteilt im Stadtgebiet den Klabautermann und Drachen, den Schornsteinfeger und die Meerjungfreu, Kater und Maus u.v.m.. Bei der Suche nach der „goldenen“ Maus sollte man aufpassen, dass man nicht vorbeiläuft. Ist sie gefunden, wird jeder Besucher zum Flüsterer. Denn so sagt es die Sage, flüstert man der Maus folgendes ins Ohr: „Verwandle Deine Ideen in Worte – und Worte werden zu Wundern“, werden die Wünsche wahr.

Kuhrische Nehrung – Natur pur
Und unser Wunsch betraf, die Kurische Nehrung zu besuchen. Eine Fähre über die Dane verbindet Klaipeda mit der vorgelagerten Landzunge. Und sofort taucht man ein in Natur pur. Das Haff einerseits und das Meer andererseits umgeben das heutige Weltkulturerbe der Unesco, charakterisiert durch Wald und Sanddünen. In der Vergangenheit förderten Waldrodungen die Erosion, Dünen wanderten und begruben ganze Dörfer unter sich. Knapp 100 Kilometer zieht sich die Landzunge Kulturlandschaft Kurischen Nehrung mit langen Stränden und kleinen Dörfern entlang des Meeres. Ca. die Hälfte der Nehrung gehört zu Litauen, die andere zur Provinz Kaliningrad/Russland. Zugvögel, die sich hier im Herbst kurz niederlassen, kennen keine Grenze und ziehen zu Tausenden weiter. Im Wald finden sich Elche aber auch Bären und eine einzigartige Flora und Fauna.





Jetzt, zu Saisonende, scheinen die Region und ihre Ortschaften verlassen. Überwiegend Ferienhäuser, angepasst an alte bauliche Traditionen, stehen hier. Fischer nutzen das Haff als Fanggebiete und Künstler werden nach wie vor von der Einzigartigkeit der Region angezogen. Die Künstlerkolonie Nidden (Nida) war vor 1945 die älteste Künstlerkolonie der Ostseeküste. Es kamen Maler wie Luis Corinth, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff, sowie Schauspieler und Komponisten hierher. Auch Thomas Mann faszinierte die Landschaft der Kurischen Nehrung so sehr, dass er sich in Nidden ein Sommerhaus baute und hier mit Blick auf die Ostsee – leider nur kurze Zeit – arbeitete. 1931 beschrieb er in einer Rede vor dem Rotary Club die Kurische Nehrung so: „Der Eindruck ist elementar und fast beklemmend. Weniger jedoch auf den Höhen, von wo aus man beide Meere sehen kann, als in den tiefen eingeschlossenen Gegenden. Alles ist weglos, nur Sand, Sand und Himmel. Heute besuchen sein Haus, das als Museum ausgebaut wurde, viele Touristen und Thomas Mann Interessenten.




Parnidis-Düne bei Nida
Unweit, ca. ein KIlometer, von Nida, erhebt sich ein Naturwunder: die Parnidis-Düne, die oft als Hohe Düne genannt wird. Mit über 50 Metern Höhe gehört sie zu den größten Dünen Europas. Jedoch verliert sie durch Verwitterung und auch durch unachtsames Betreten des Dünengebietes an Höhe. In den letzten drei Jahrzehnten sogar 25 Meter. Als Besucher sollte dringlichst darauf geachtet werden, nur ausgewiesene Wege zu nutzen, wie unbedingt auf der gesamten Kurischen Nehrung.


Auf der Hohen Düne steht eine Aussichtsplattform mit einem beeindruckenden Ausblick auf das Meer. Licht, Meer und Sand – ein Wechselspiel für die Augen und die Gedanken. Ein Gefühl für das Freisein. Die imposante 13,8 m hohe Sonnenuhr holt einen zeitlich zurück, vorausgesetzt die Zeit lässt sich „entschlüsseln“.
Jean Paul Satre auf der Kurischen Nehrung

Ein paar Schritte von der Sonnenuhr und der Aussichtsplattform entfernt, läuft ein einsamer Spaziergänger über die Düne. Hart gegen den Wind stemmt sich die Skulptur von Jean Paul Satre. Er besuchte 1965 mit seiner Frau Simone Bauvoir die Kurische Nehrung. Nach einem Foto, das der litauische Fotograf Antanas Sutkus damals machte, entstand später 2018 diese Skulptur auf der Düne. Ursprünglich hoffte die Region, dass noch mehrere Länder an dieser Stelle Statuen von Künstlern aufstellen. Voraussetzung, sie sollten eine Beziehung zur Kurischen Nehrung haben, berichtete unser Tourguide. Aber absehbar bleibt die Satre Skulptur, gestiftet von Frankreich, ersteinmal die Einzige hier – mit Blick nach Westen.

Klaipeda – ein Ort zum Wiederkommen
Vom Ausflug zurück zum Hafen von Klaipeda und zur Vasco da Gama, unserem schwimmenden Hotel, steht hier am Kai eine weitere Bronzeskulptur „Kindheitstraum”.
Ein Junge mit seinem Hund winkt den Schiffen am Kreuzfahrtterminal. Winkt er zur Begrüßung oder zum Abschied? Zum Abschied wäre von einer bezaubernden Stadt, von Wolken und Wellen, Dünen und Sand. Das Winken zur Begrüßung bedeutet sicher auch die Einladung, noch Zoo und Aquarium sowie Delphinarium und Dinosaurierpark in Klaipeda zu besuchen.
Große Vorfreude auf das nächste Ankommen in Lettland.


Die nächsten Kreuzfahrten 2027 der Vaso da Gama, mit Stopp u.a. in Klaipeda.
Ostsee kompakt: Städte & Kultur mit Starkoch Johann Lafer
Hanse intensiv – Die schönsten Städte der Ostsee
Küstenperlen der Ostsee
Ostsee – auf den Spuren der Hanse
Weitere Infos: https://www.nicko-cruises.de/


Für Kreuzfahrtplaner, die ihre Reisen 2027/28 vorbereiten, hier die nicko cruises Traumkreuzfahrten 2027/28.
Artikelfoto und alle Fotos der Seite: eub